Ein schönes, mitunter exotisches Land entdecken: Villepreux-Austausch

Dass Frankreich schön ist, haben wir, 25 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen, Frau Letica und Herr Weiß, auf unserer Austauschfahrt nach Villepreux wieder und wieder erfahren. Wir haben weltbekannte Kunstwerke im prachtvollen Louvre bewundert, sind auf den Spuren des Sonnenkönigs durch Schloss Versailles und seinen Park gewandelt und haben zusammen mit den französischen Partnerinnen und Partnern das malerische Montmartre entdeckt.

Villepreux-Austausch

Deutsch-französisches Gruppenfoto vor dem Eiffelturm: Mehr Bilder gibt es in dieser Galerie.

Wir durften aber auch erfahren, dass das Nachbarland noch heute in vielen Punkten anders ist als Deutschland, ja ein Stück weit exotisch. Einige Unterschiede wie die strenge Hausordnung der französischen Schule blieben den deutschen Schülerinnen und Schülern fremd. Andere wie die praktischen Obsttütchen zum Trinken wurden sehr schnell adoptiert. Einzelne von uns mussten sich in ihren Gastfamilien mit exotischen Tieren auseinandersetzen – prominent wurden eine Katze und ein Frettchen –, die ihnen näher kamen, als ihnen lieb war. Glücklicherweise haben sich die französischen Austauschpartnerinnen und -partner sowie ihre Familien große Mühe gegeben, ihre deutschen Gäste so freundlich und sicher es geht, durch den französischen Alltag zu lotsen.

Kernstück unserer gemeinsamen Projektarbeit mit den französischen Partnerinnen und Partnern war ein Wettbewerb, bei dem die Schülerinnen und Schüler in gemischtnationalen Gruppen "typisch deutsche" und "typisch französische" Fotos in acht Kategorien machen sollten. Auf ihren Fotosafaris durch Bonn, Köln und Paris fotografierten die Schülerinnen und Schüler viele klassische Motive wie Macarons und Currywurst, sie entdeckten aber auch überraschende Bilder, die für den Alltag des anderen Landes "typisch" sind. Viele Paris-Besucherinnen und -Besucher kennen das kleine rosa Häschen, das seit Jahren in der Metro davor warnt, sich nicht die Finger durch die schließenden Zugtüren einklemmen zu lassen. Wer schon einmal erlebt hat, mit welcher Wucht diese Türen zugehen, weiß, warum das kleine Häschen in der Pariser Metro hängt – und nicht etwa in der RB 25.

Wir haben in einer Abstimmung die schönsten Bilder ausgewählt. Man kann sie in dieser Bildergalerie bewundern. Wenn man die deutschen Bilder betrachtet, merkt man, dass nicht nur Frankreich ein schönes Land ist, sondern auch Deutschland. Und mit seinen Dönerbuden und Fahrradschildern für eine französische Beobachterin oder einen französichen Beobachter wohl mindestens so exotisch wie Frankreich für uns.

Villepreux-Austausch

Abschiedsbuffet in der französischen Schule