Neue Freundschaften in Italien: der Legnano-Austausch

Vom 2 bis zum 9. März 2018 nahmen 19 Schülerinnen und Schüler der EF und Q1 an einem Schüleraustausch mit Legnago teil. Legnago ist eine kleine Stadt in der Provinz Verona, durch die die Etsch fließt. Dies war der zweite Austausch des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums mit dem Liceo G. Cotta.

Wir trafen uns Freitagmittag am Flughafen Köln/Bonn. Nach nur etwa 90 Minuten Flug kamen wir in Mailand/Bergamo an. Von dort aus fuhren wir noch zwei Stunden mit dem Bus. Als wir endlich ankamen, waren alle schon sehr aufgeregt, wie sie sich wohl mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern verstehen würden. Das Wetter war anders als die italienischen Schülerinnen und Schüler nicht sehr einladend, es regnete und schneite die ganze Reise lang. An diesem Abend lernten wir auch die Gastfamilien kennen, mit denen wir vorher schon Kontakt aufgenommenen hatten.

Italienaustausch

Am Samstagmorgen mussten wir früh aufstehen, da die Schule in Italien auch samstags stattfindet, dafür dauert sie jeden Tag nur bis 12.35 Uhr. In der Schule stellten wir uns am Morgen bei einer Kennenlernpräsentation einander vor und hatten dann eine Stunde lang Unterricht. Die ganze Schule war für unsere Ankunft geschmückt worden und wirkte direkt einladend. Anschließend gingen in wir in den Stadtteil „Porto“, wo der wissenschaftlich orientierte Teil des Liceo Cotta liegt.

Nach Schulschluss wurde in der Bibliothek ein großes Buffet mit typischem italienischem Essen, wie natürlich Pizza und Gebäck aufgebaut. Am Nachmittag fuhren wir nach Montagnana, einer kleinen Stadt ganz in der Nähe von Lenago. Dort gibt es eine alte Stadtmauer und Stadttore. Jedoch war es sehr kalt und es hat stark geregnet, sodass wir den Ausflug nicht wirklich genießen konnten. Trotzdem war es ein aufregender Tag, da wir die andern Schülerinnen und Schüler kennengelernt haben und viel Spaß hatten. Abends sind viele zusammen in einen Club gegangen, in den die Italienerinnen und Italiener oft gehen; Andere trafen sich zu Hause.

Italienaustausch

Italienaustausch

Sonntag war ein freier Tag in der Familie, an dem manche nach Mantova fuhren oder ins riesige Einkaufscenter „Adige“ in Verona gingen. Den Montag verbrachten wir damit, Stadt und Liceo von Legnago besser kennenzulernen. In der Schule war die Verständigung war gar nicht so leicht, da unser Italienisch noch nicht so fortgeschritten ist, doch da das Liceo G. Cotta auf Sprachen fokussiert ist, sprachen alle sehr gut Englisch oder auch Deutsch.

Danach wurden wir im Rathaus von der Bürgermeisterin begrüßt und besichtigten das Teatro Salieri. Nachmittags stand eine Stadtrallye an, doch wieder war das Wetter sehr schlecht und wir waren nicht sehr motiviert. Danach zeigten die Italienerinnen und Italiener uns ihr Lieblings- Eiscafè und wir beschlossen am Abend alle zusammen in eine typische Piadineria essen zu gehen. Erneut wurde uns bewusst, wie gastfreundlich unsere Austauschpartnerinnen und -partner waren, denn sie erlaubten uns nie, selbst zu bezahlen.

Am nächsten Tag trafen wir uns noch früher, um 7.20 vor der Schule, um nach Padua zu fahren. Dort führte uns die Lehrerin der Italiener, Frau Mariotti, durch die Stadt, wo wir die Basilika des heiligen Antonius und die Scrovegni Kapelle besichtigt haben. Unsere Gastfamilien hatten uns für das Mittagessen Lunchpakete zubereitet und waren dabei sehr großzügig. Anschließend hatten wir Freizeit zum Shoppen gehen und Eis essen. Mittlerweile kannten wir die italienischen Schülerinnen und Schüler schon sehr gut und es entstanden Freundschaften.

Italienaustausch

Italienaustausch

Am Mittwoch fuhren wir nach Venedig, wo Frau Mariotti uns erst herumführte. Später besichtigen wir das wunderschöne Theater „La Fenice“ und den Markusdom. Dazwischen hatten wir wieder Freizeit und haben viele Fotos gemacht. Auf dem Markusplatz war etwas Hochwasser und es wurden Stege aufgebaut, über die man laufen konnte. Am Ende des Tages schien sogar noch die Sonne. In Venedig entstand der Begriff der „Gruppe Bagno“, der immer verwendet wurde, wenn jemand zur Toilette musste, was im eng getakteten Programm nicht vorgesehen war.

Unser letzter Ausflug ging nach Verona und wir hatten das beste Wetter des ganzen Austausches. Zugleich war der Donnerstag auch der Weltfrauentag und jede Frau bekam eine Mimose geschenkt. Die Italienerinnen und Italiener gaben uns eine Stadtführung auf Deutsch, bei der wir auch den Balkon von Shakespeares Julia, der Geliebten Romeos sahen. Danach hatten wir Freizeit, um zu essen und die Stadt zu besichtigen. Später gingen wir in die Arena von Verona und machten Gruppenfotos. Anschließend durften wir erneut durch die Stadt gehen und shoppen. Am Abend aß die ganze Gruppe mit den Lehrerinnen und Lehrern in einem Restaurant in Legnago, wobei wir sehr viel Spaß hatten und viel zu viel aßen. Nach dem Essen wurden die Ergebnisse der Stadtrallye ausgewertet und ein Quiz über die besuchten Städte gemacht. Da unsere Gruppe dieses Quiz verloren hat, schreiben wir jetzt diesen Artikel.

Freitag war schon unser letzter Tag, worüber alle sehr traurig waren. Morgens gestalteten wir zusammen Plakate über unsere Ausflüge und hatten anschließend Unterricht. In der letzten Stunde waren alle gemeinsam in der Sporthalle und spielten Volleyballl, worin die Italiener sehr gut sind. Nach Schulschluss mussten wir auch schon Abschied nehmen, was bei manchen in Tränen endete. Wir freuen uns schon sehr, dass wir unsere Freundinnen und Freunde schon bald in Deutschland wiedersehen und wieder so viel Spaß haben werden wie in Italien.

Emily D. und Zilan P., EF

Italienaustausch