Ein Motto ist nicht genug: Abigala 2018

Wie können 94 Menschen, die acht Jahre lang miteinander, nebeneinander, ja manchmal auch gegeneinander den Weg durchs Gymnasium gegangen sind, am Ende alle ihre Erfahrungen in einem Motto bündeln? Gar nicht, meinten die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten. Daher verabschiedeten sie sich vom FvS mit dem Spruch: „Die Elite braucht kein Motto“. Und mit einer fulminanten Abigala, die Sven Krämer und Matthias Schons souverän und mit vollem Einsatz moderierten.

Abigala

Eröffnungstanz der Abiturientinnen und Abiturienten (Fotos: U. Kutter; mehr Bilder gibt es in dieser Galerie)

Schulleiter Dr. Gasse griff in seiner Rede das Motto auf und stellte fest, dass die Abiturientinnen und Abiturienten so klug seien, sich eben noch nicht festlegen zu wollen. Er beglückwünscht die Stufe zu einem Gesamtdurchschnitt von 2,3. Ein ganzes Drittel habe Zeugnisse mit einer „1“ vor dem Komma errungen, aber auch ganz viele andere hätten ihre persönliche Bestleistung gebracht. Herr Kowalewski gratulierte dem erfolgreichen Jahrgang im Namen der Stadt. Die Stufenleiterinnen, Frau Dr. Edenfeld und Frau Herzog, bezogen sich in ihrer Rede auf die „Wonderwall“, von der die Abiturientinnen und Abiturienten am Ende des Abends singen würden. Sie wünschten ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern, dass sie ihre ganz persönliche Schutzwand finden würden, im Beruf, in der Beziehung, im Freundeskreis oder beim gesellschaftlichen Engagement.

Abigala

Moderatoren Matthias Schons und Sven Krämer

Abigala

Abirede von Lilly Feller und Fynn Fröhlich

Für die Abiturientinnen und Abiturienten ergriffen Lilly Feller und Fynn Fröhlich das Wort. Sie unterstrichen, dass ihre Stufe über die Jahre zu einer „Gemeinschaft“ gewachsen sei, in der „jeder zum Unikat werden und dabei mit der Unterstützung der anderen rechnen kann“. Sie blickten einerseits auf die Erfahrungen der Schulzeit zurück, die neben dem Unterricht auch das erste Bier und die ein oder andere erste Liebe gebracht habe. Andererseits wagten sie einen Blick auf die Zeit nach dem Abitur: Das Motto, in dem die Stufe sich selbst als „Elite“ bezeichnet, sei weniger eine „Zustandsbeschreibung“ als ein „Anspruch für die Zukunft“. Die Rede verband Persönliches mit Politischem. Sie zeigte, dass die Vielfalt der Stufe zwar ein „richtiges“ Motto blockierte, aber Stoff für eine großartige, zugleich tiefsinnige und selbstironische Rede lieferte.

Mehrere Ehrungen stellten die Spitzenleistungen der Stufe in Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik heraus. Nach der Verleihung der Abiturzeugnisse wurden die besten Abiturientinnen und Abiturientinnen ausgezeichnet. Maleen Pogoda und Dalita Danyali konnten ihre Schulzeit gar mit der Spitzennoten 1,0 abschließen. Etwas lockerer war die Ehrung der LK-Lehrerinnen und -Lehrer, bei der die ehemaligen Schülerinnen und Schüler nicht nur das Engagement ihrer Kursleiterinnen und -leiter würdigten, sondern auch in liebevollster Weise Schönschreibschwächen auf großer Leinwand verewigten.

Abigala

Verleihung der Zeugnisse

Abigala

Ehrung des Physik-LK

Die musikalischen Beiträge unterstrichen die viel beschworene Vielfalt der Stufe. Der Abend begann mit einer klassischen Polonaise, die die Abiturientinnen und Abiturienten im Tanzunterricht einstudiert hatten. Die ehemalige b-Klasse erinnerte mit einer zweistimmigen Version von „Vois sur ton chemin“ nicht nur an längst vergangene Französischstunden, sondern auch daran, dass aus der von Lilly und Fynn beschriebenen „wilden 6b“ eine Reihe von erwachsenen, aber keineswegs leisen jungen Menschen geworden ist. Das Männerballett bewies mit einer Auswahl, die von Schwanensee bis an den Ballermann reichte, dass man alle Stil-Register ziehen und zugleich ein rundes Gemeinschaftsprojekt auf die Bühne bringen kann.

Abigala

"Vois sur ton chemin", präsentiert von der b-Klasse

Abigala

Männerballett der Abiturienten

Am Ende des Abends, am Ende von acht Jahren gemeinsamer Schulzeit, von vielen schönen und manchen nicht so schönen Stunden, traten alle 94 Abiturientinnen und Abiturienten auf die Bühne, um gemeinsam das Lied „Wonderwall“ zu singen. Das Lied handelt von einem vertrauten Menschen, der wie eine schützende Wand Rückhalt und Kraft gibt. So wie ihr da standet, Schulter an Schulter, saht ihr aus, als hätte jeder und jede in den letzten Jahre diese zauberhaften Schutzwand bereits kennen gelernt.

Ch. Weiß

Abigala

Das letzte Stufenfoto (mehr Bilder gibt es in dieser Galerie)