LVR-Schule sucht Inte­res­sier­te für So­zia­les Jahr und Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst

LVR-SchuleOhne sie läuft an der LVR-Schule gar nichts: Helfe­rin­nen und Hel­fer mit so­zia­lem Enga­ge­ment, die einen Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst (BFD) oder ein Frei­wil­li­ges So­zia­les Jahr (FSJ) ab­sol­vie­ren. Von ihnen wird zwar viel gefordert, aber sie erhalten auch viel zurück. Jochen Kocjan, Schulleiter: „Die Arbeit an unserer Schule wird von allen Freiwilligen als sinnvolle und befriedigende Tätigkeit wahrgenommen. Diese Rückmeldung bekommen wir immer wieder.“

Willkommen ist jeder junge Mensch mit Einfühlungsvermögen. Voraussetzung für einen Freiwilligendienst ist die Bereitschaft zur Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Um herauszufinden, ob ein Freiwilligendienst infrage kommt, bieten wir allen Interessierten einen „Schnuppertag“ an.

Die Freiwilligen werden bei uns voll in den Schulalltag eingebunden und helfen vor allem Schülerinnen und Schülern mit Mehrfachbehinderungen. Dabei können sie auch ihre Stärken oder Hobbies in die Arbeit einbauen. So können technisch oder sportlich Begeisterte sowie musikalisch Begabte ihre Fähigkeiten in das schulische Leben einbringen. Zu den Aufgaben im Freiwilligendienst gehören die Begleitung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler, die Durchführung unterrichtsergänzender Angebote in Fördergruppen, die Anleitung zu sinnvoller Freizeitgestaltung, pflegerische Tätigkeiten, Hilfestellung während des Unterrichts sowie die Mitarbeit bei Sport, Schwimmen, Klassenfesten und Freizeiten. „Wir bereiten Freiwillige auf ihre neuen Aufgaben in verschiedenen Fortbildungen umfassend vor und begleiten sie insbesondere in der Einarbeitungsphase intensiv“, sagt Steffi Radke, verantwortliche Pflegekraft an unserer Schule.

 

Der Freiwilligendienst bringt Pluspunkte für den Lebenslauf

„An unserer Schule erwerben Freiwillige Kompetenzen, die sie in ihrem Leben immer wieder brauchen werden: zum Beispiel Selbstbewusstsein im Umgang mit anderen Menschen und Empathie“, so Jochen Kocjan. Außerdem bringt das soziale Engagement echte Pluspunkte für den Lebenslauf und dies nicht nur in sozialen Arbeitsfeldern.

Alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Website der LVR-Schule am Königsforst.

Weitere Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst finden Sie unter:

 

Eindrücke zum Freiwilligendienst an der LVR-Schule am Königsforst

Wir sind die FSJler bzw. BFDler im Schuljahr 2011/12. Am Anfang des Schuljahres wurden wir Klassen zugeteilt. Dort begleiten und unterstützen wir die Kinder in ihrem Schulalltag.

Um euch einen Einblick in unsere Arbeit an der LVR Förderschule am Königsforst zu geben, stellen wir einfach mal unseren Tagesablauf vor.

Um 8 Uhr treffen sich alle FSJler/innen mit den Krankenschwestern der Förderschule im Krankenzimmer und besprechen wichtige Informationen für den Tag.

Nach der Besprechung werden von uns einige Schüler und Schülerinnen von den Bussen abgeholt und in die Klassenzimmer gebracht. Im Anschluss helfen wir den Kindern teilweise ihre morgendlichen Aufgaben nachzugehen, wie z.B. Tasche ausräumen, Essenliste wegbringen etc.

Um 8.30 Uhr ist an der Schule Unterrichtsbeginn. Innerhalb der Unterrichtszeit ist es unsere Aufgabe Schüler in verschiedenster Form zu unterstützen (z.B. Schreibhilfe) oder/ und sie zu diversen Therapien zu begleiten.

Da die Schule eine Ganztagsschule ist, wird hier täglich zusammen gefrühstückt und zu Mittag gegessen. Auch hierbei sind wir unseren Kindern behilflich. Zum Teil bereiten wir ihnen das Essen vor und reichen es an. Eine weitere wichtige Aufgabe von uns ist die mehrmals tägliche Pflege (Windeln wechseln) sowie die Begleitung von Toilettengängen. 1-2 Monate lang muss jeder von uns die Lehrer bei der Pausenaufsicht unterstützen. Unsere Pause nehmen wir uns in diesem Zeitraum während der Unterrichtszeit. Regnet es in der Mittagspause einmal, bieten wir eine große Auswahl an Aktivitäten im Gebäude an.

Obwohl wir die oben genannten festen Aufgaben haben, gleicht kein Tag dem Anderen und man lernt ständig etwas Neues dazu.

Die Schule endet für uns, wenn alle Kinder wieder in ihren Bussen sitzen und alle Hilfsmittel (Rollstühle, Rollatoren) an ihrem Platz sind, um ca. 16 Uhr. Freitags haben die Kinder um 12 Uhr Schulfrei. Anschließend erledigen wir anfallende Hausmeisterarbeiten. Wenn diese erledigt sind, gehen wir nach Hause ( um spätestens 14 Uhr).

Neben unseren Aufgaben haben wir immer die Möglichkeit viele Berufszweige der Sonderpädagogik kennen zu lernen und können so stets neue Erfahrungen sammeln. Auch in Berufe wie Ergo-, Logo- und Physiotherapie erhalten wir viele Einblicke.

Falls ihr Interesse habt, könnt ihr gerne einen Hospitationstag bei uns machen.

Es lohnt sich!