Ole Wittiber bei den Jugendeuropameisterschaften im Ski-Orientierungslauf

 

Ole Wittiber (9c) ging für das Deutsche Nationalteam der Ski-Orientierungsläufer bei den Jugendeuropameisterschaften in Piteå am schwedischen Polarkreis an den Start. Der frischgebackene Deutsche Jugendvizemeister auf der Mitteldistanz nahm dort an den Einzelrennen über die Sprint-, Mittel- und Langdistanz zusammen mit drei Nationalmannschaftskameraden teil. Bei der abschließenden 3er-Staffel hat es für ihn leider knapp nicht für einen Startplatz gereicht.

Ole SkiEU

Fotograf: Jesper Matti

 

Ski-Orientierungslauf funktioniert im Prinzip genauso wie (Fuß-)Orientierungslauf, nur dass zum größten Teil das vorhandene und kartierte Loipennetz genutzt wird. Die Besonderheit gegenüber Langlauf und Biathlon ist, dass überwiegend auf schmalen Schneemobilspuren gelaufen wird, die extra für die Wettkämpfe kreuz und quer durch das Gelände gelegt werden. Langläuferisch bedeutet dies einen erheblich höheren Anspruch an Koordination und Einsatz von Armkraft. Die dominierenden Nationen in diesem Sport sind Russen und Skandinavier gefolgt von Tschechien, der Schweiz und den Baltischen Ländern – also all die Länder in denen der Orientierungssport populär ist und es viel Schnee im Winter gibt.

 

Als jüngstem der drei Jugendjahrgänge ging es für Ole bei seinem ersten internationalen Einsatz hauptsächlich darum, Erfahrung zu sammeln. Im Feld der knapp 600 Ski-Orientierungsläufer aus 23 Nationen – parallel fanden auch Juniorenweltmeisterschaften, Weltmeisterschaften und Seniorenweltmeisterschaften statt – hatte Ole gegenüber den dominierenden Nationen den erwartet schweren Stand und landete auf den Plätzen 32 (Lang-), 34 (Sprint-) und 31 (Mitteldistanz). Vermutlich war er neben den Türkischen Teilnehmern der einzige, der nicht in einer Wintersportregion zu Hause ist. Auch was das Material angeht waren andere Nationen klar im Vorteil. Während z.B. bei den Schweizern drei professionelle Serviceleute für das Wachsen der Skier mitgenommen und finanziert wurden, musste dieser Job beim Deutschen Team durch die mitgereisten Väter übernommen werden. Andere Teilnehmer konnten dann unter einer Vielzahl von Skiern diejenigen auswählen, die am besten liefen. Für Ole war die Wahl einfacher, da ihm nur zwei paar Skier zur Verfügung standen.

 

Das Erlebnis an einer solchen internationalen Veranstaltung mit Live-Übertragung teilnehmen zu dürfen war etwas ganz Besonderes, so dass Ole hofft, im nächsten Jahr in Lettland wieder dabei sein zu können.

Ole SkiEU

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Fotograf: Jesper Matti

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