Weihnachtsgruß der Schulleitung

WeihnachtenLiebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Schülerinnen, liebe Schüler,
liebe Eltern,

„Groß & Klein“ war das Motto unseres diesjährigen Weihnachtskonzerts, das neben großartigen Solisten auch starke Teams, schöne Geschichten und eine Reihe von Denkanstößen brachte. Denkanstöße, die gegenseitige Hilfe, Respekt, Toleranz und Achtsamkeit ansprachen, und die „Groß“ und „Klein“ als sehr relative Eigenschaften vor Augen führten. Denn Manches, das groß begann, endete klein, manches, das klein begann, wurde groß und Dinge, die heute so bedeutungsvoll erscheinen, erweisen sich schon morgen als unbedeutend und unscheinbar. Scheinbar Bedeutungsloses steckt voller Potenzial und manche innere Größe wird erst viel später wahrgenommen …

Vielleicht ist diese Sichtweise auch eine gute Perspektive im Rückblick auf das ereignisreiche schulische Jahr 2018.

Ein Jahr, in dem das ein oder andere in unserem Schulalltag als alltägliche Routine oder unbedeutende Weichenstellung begann und schließlich unsere Schule grundlegend veränderte bzw. verändern wird, in dem anderes, groß angekündigt, sich hinzog, an Bedeutung verlor oder weiter auf sich warten lässt.

2018 war vor diesem Hintergrund auch ein Jahr, das etwas Klarheit gebracht hat und hilft, Einschätzungen oder auch uns selbst neu zu kalibrieren.

Zu den Dingen, die in vielen kleinen Initiativen und Projekten ihren Anfang genommen haben, zählt sicher die Schulprogrammarbeit, die nicht nur zahlreiche Einzelprojekte in einen sinnvollen Zusammenhang stellt, sondern auch wesentlich dazu beiträgt, diesen Zusammenhang in einem gelingenden Miteinander weiter zu entwickeln. Was mit redaktioneller Arbeit begann, die schulisches Profil und Programmatik beschreiben soll, wurde zu einem Prozess, der über verschieden gut koordinierte Baustellen Maßnahmen und Arbeitszusammenhänge angestoßen hat, die bis heute wirken und unsere Schule zu verändern begonnen haben: denken wir z.B. an die neue Handyordnung, an die Arbeit am pädagogischen Konsens, die Entwicklung einer von allen in Schule getragenen Schulvereinbarung. Sie bildet den Rahmen für den neuen Schwerpunkt, die Weiterentwicklung des Unterrichts, und setzt Eckpunkte und Orientierungen, die wir als Schule für das Gelingen dieser Arbeit auch mit Blick auf G9 benötigen.

Zu den kleinen Dingen, die groß werden, zählt aber auch der Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen auf eine Basis zu stellen, die der Persönlichkeit und Individualität mehr Raum gibt und zur Einführung des Ganztags führte. Eine Baustelle, die zunehmend Kontur gewinnt und Formate und Arbeitsweisen erbringt, die uns miteinander und mit Hilfe der Mitarbeiter*innen unseres Trägers im Ganztag diesem Ziel näher gebracht hat.

Schließlich zählt zu den kleinen Dingen auch die alltägliche Unterrichtsarbeit, die, verbunden mit vielen Rückmeldungen, Korrekturarbeit und individueller Beratung die Leistungserfolge unserer Schüler*innen und unserer Schule ermöglicht. Sie werden nicht nur in guten Ergebnissen sichtbar (Abitur 2018, Wettbewerbserfolge, kulturelle Highlights wie Kultur vom Stein, Ehrungen wie „Jugend forscht Schule 2018“, Sprachenzertifikaten), sondern auch in einem Engagement unserer Schülerinnen und Schüler, das weit über den Unterricht hinausgeht und in Projekten, Austauschfahrten, in sozialem Engagement, in der Arbeit der Sanitäter, in Schulgottesdiensten, der Schülergenossenschaft Technik, in verschiedenen Projektkursen und dem intensiven Engagement der SV, die das Gesicht der Schule inzwischen entscheidend mitprägt.

Geht man mit diesem Blick durch das zurückliegende Jahr, darf in dieser Aufstellung sicher nicht die Mitwirkung unserer Eltern übergangen werden, die im Rahmen des Fördervereins wiederum tiefgreifende Veränderungen für Schulentwicklung und Unterrichtsarbeit ermöglichen oder auch im Einzelfall Schüler*innen Türen öffnen und Teilhabe ermöglichen. Ebenso wenig darf man vergessen, dass das Mitwirken der Eltern in Bibliothek und Elternpflegschaft hilft, Kurs zu halten oder einen kritisch-konstruktiven Dialog ermöglicht, der in 2018 schließlich bis zu einer in Stadt, Rat, Verwaltung breit geführten Diskussion um die Weiterentwicklung des Schulstandorts bzw. der Schulen in Rösrath führte – mit interessanten Perspektiven und im Moment noch offenem Ausgang.

Sucht man nach dem, was groß angekündigt und gedacht war, inzwischen aber in kleinen stetigen Schritten auf den Weg gebracht wurde, könnte man sicherlich bei der Sanierung des Schulzentrums ankommen. Der große Wurf ist auf dem Weg, das Bauen hat begonnen! Die neuen Toilettenanlagen sind bereits umgesetzt, der notwendige Abriss von Gebäudeteilen der Hauptschule ist abgeschlossen und hat Raum für den Neubau geschaffen, der im kommenden Jahr beginnen soll. Weiterführende Pläne und Ausschreibungen sind terminiert und auf dem Weg.

Für uns einige kleine Anhaltspunkte im Lichte des Mottos unseres Weihnachtskonzerts 2018. Für uns als Schulleitung Anlass genug, Danke zu sagen. Danke für viel Unterstützung, für professionelles Engagement, für kritische Rückmeldungen und viel Ermutigung! Dank, der sich an unsere Kolleginnen und Kollegen, unser Sekretariat und die Hausmeister richtet, der in besonderem Maße aber auch unseren Schüler*innen und den Eltern gilt, der aber auch unseren Schulträger, unsere Partner und Förderer einschließt, die uns im zurückliegenden Jahr in vielfältiger Weise unterstützt haben: über großzügige Spenden, über Hilfen in der Ausstattung, manch professionellen Rat oder die Bereitstellung von Räumen und Equipment, aber auch durch eine besondere Form der Beratung unserer Schüler*innen, für die die Entscheidung für eine berufliche oder Studienrichtung immer konkreter wird.

Ihnen allen möchten wir für das Geleistete herzlich danken!

Wir wünschen Ihnen für das kommende Jahr alles Gute, Glück und Gesundheit.

Bleiben Sie uns treu, und helfen Sie uns in vielen kleinen Schritten Großes zu erreichen ….

Ihre Melanie Burger und Michael Gasse

Schulleitung